Anders shoppen

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Der Jagdinstinkt steckt vielleicht dahinter, dass wir gleich die Spur aufnehmen, wenn wir beim Shopping kleine Preise entdecken. Was mir da im Sommer in einem Prospekt aus dem Postkastl entgegenschrie, ist aber nicht mehr lustig.

Ein Bikini um 3,19 Euro, die Hose um 10,99 – Kleidung zum Wegwerfen mit Preisen zum Fremdschämen. Was bleibt bei diesen „Schnäppchen“ für die Produzent/innen, für die Arbeiter/innen?

Shoppen ist wie Eis essen

Wer nur ein bisserl Fantasie hat, kann sich vorstellen, dass sich das hinten und vorne nicht ausgeht für ein gutes Leben. Und die teuren Markenkleidunghersteller sind ihren Produzent/innen gegenüber genauso gierige Preisdrücker wie die Diskounter.

Und trotzdem wird gekauft. Warum?

Weil wir uns keine höheren Preise leisten können?

Wohl eher, weil die meisten gar nicht nachdenken beim Einkaufen. Shoppen ist wie Eis essen, ein Zeitvertreib geworden – kostet ja nicht viel.

So viel Mühe ist was wert!

Weil wir von Sack und Co bei den Schneider/innen in der Region die Stoff-Zuschnitt-Fleckerl abholen und zu Sackerl und Beutel verarbeiten, wissen wir, wie viel Mühe, Zeit und Kreativität in einem Kleidungsstück stecken.

Und dafür sollte es auch einen fairen Lohn geben! Das heißt aber auch, dass Kleidung teurer werden muss. Weniger einkaufen und dafür was G’scheites, kann hier die Devise sein.

Second Hand vor neu!

Also, bitte nachdenken und überlegen: Was brauche ich wirklich? Wer produziert das, was ich brauche in der näheren Umgebung? Oder könnte ich das Stück, das ich brauche, auch Second Hand erwerben?

Auch so kann „shoppen“ Spaß machen in der Gewissheit, damit anderen Menschen und der Natur keinen Schaden zugefügt zu haben.

Zum Gewandeinkauf in diesem Sinne kann ich in Freistadt natürlich das MÜK empfehlen mit vielen schönen, handgemachten Modellen.

Außerdem – und das ist nicht selbstverständlich – gibt’s in Freistadt gleich zwei sehr gut sortierte Second Hand Läden. Zum einen den Second-Hand-Shop der Volkshilfe (Gutauer Straße) sowie  Gabi’s Second Hand am Hauptplatz.

Neu gekauft wird bei mir fast nur mehr Unterwäsche. Und da bin ich auf der Suche nach lokalen Produzent/innen.

Also her mit den Tipps!

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