Anders sehen durch Permakultur

Wer einen Garten hat, bewirtschaftet diesen nach bestimmten Überzeugungen –

so, wie es die Oma/Mama gemacht hat,

so, wie es der Nachbar mit den größten Kürbissen macht,

so, wie Bio-Gärtner Karl Ploberger oder die Presse-Gartenkralle es vorschlagen…..

Ich habe auf der Suche nach Vorbildern zur Permakultur gefunden. Und je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr ändert sich mein Blick auch auf so manche Dinge des Alltags.

„Produziere keinen Abfall“ – ist ein Prinzip der Permakultur. Bevor ein Stück neu angeschafft wird, läuft der Nachdenkprozess im Sinne von refuse, reduce, reuse, repair, recycle. Also erst einmal nachdenken, ob man das Ding wirklich braucht, dann schauen, ob man eventuell mit dem Vorhandenen das Thema auch abdecken könnte und ob es etwa dieses Ding auch gebraucht gäbe.

Natürliches für die Natur

So zu denken ist gerade im Garten eigentlich ganz einfach. Das supertolle neue Hochbeet aus Plastik oder aus unverwüstlichem Metall kaufen? Brauche ich wirklich ein Hochbeet – was erwarte ich mir davon? Ist mir klar, dass dieses regelmäßig neu befüllt bzw. aufgesetzt werden muss? Und was passiert mit dem Ding, wenn ich es nicht mehr nutzen möchte?

Ist es nicht viel einfacher, ein Hügelbeet anzulegen, das in sich zusammenfällt und mit der Schubkarre zum Nachbefüllen oder neu aufsetzen viel leichter erreichbar ist? Oder genügt nicht auch ein flaches Erdbeet, das mit einfachen Vorrichtungen abgedeckt und damit gewärmt werden kann für Pflanzen, die etwas empfindlicher sind?

Und wenn doch Hochbeet – könnte man dieses auch aus Kisten, Paletten oder anderen vorhandenen und verrottbaren Materialien einfach selber bauen?

Wer sich auf diese Überlegungen einlässt, macht den Blick frei auf viele Ressourcen, die rundherum schlummern. Dinge, die andere wegwerfen, aber noch gut brauchbar sind. Dinge, die in Kellern und Garagen schlummern und umfunktioniert werden können. Und das möglichst mit wertvollen Naturmaterialien wie Holz, Stein, Glas . . .

Ja, es macht richtig Spaß, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Ganz einfach aus der „Einschränkung“ heraus, nicht gleich etwas Neues zu kaufen.

Was, bitteschön, hat Permakultur jetzt mit Sack & Co zu tun?

Wir gehen nicht einfach her und kaufen neue Stoffe als Meterware. Wir verarbeiten Stoffreste und geben diesen durch die Bearbeitung und kreatives Patchworken wieder eine Funktion. Aus diesem „Engpass“ entstehen oft die besten Ideen und hübschesten Farb- und Stoffkombinationen für unsere Geschenke-Sackerl und Taschen. Es soll nichts weggeworfen werden müssen von den mühevoll erzeugten Textilien.

Also auch ein Stück Permakultur in der Sack & Co Werkstatt 🙂

Buchtipp:

Sigrid Drage / Permakultur / Dein Garten. Deine Revolution.

 

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